In der letzten Schulwoche überlegten die Treffurter Regelschüler unter Anleitung von Jugendkoordinator Jens Hartmann, wie ihre Heimatorte attraktiver werden könnten. Jeweils einen Schultag widmeten die Klassen diesem Thema. Am Freitag stellten sich Bürgermeister Michael Reinz und Schulleiterin Uta Knabe den Ideen. Das Ergebnisprotokoll gibt es hier.

Am Montag trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 im Vereinsraum der Normannsteinhalle. Am Dienstag waren die Klassen 5 bis 7 dran.  Beide Tage begannen mit einer Begrüßung durch Bürgermeister Michael Reinz. Dann ging es auch gleich ans Eingemachte. Bei den älteren „durften“ die jungen Leute erst einmal nach Herzenslust meckern: „Was stört uns in unserem Wohnort der Schule oder Treffurt?“ war die Frage. Die Themen der Antworten waren ganz vielfältig: vom Radwegeausbau über wenig einladende Schulräume bis zum Fehlen eines Drogeriemarktes.

Doch da man mit Meckern nichts ändern kann, führte der zweite Schritt ins Tun: An der Frage „Was könnten wir tun oder anregen, um unsere Situation zu verbessern?“ entwickelten die Schüler_innen in Kleinen Gruppen Ideen für Projekte, die sie selbst angehen können. Anschließend wurden per Klebepunkt-Abstimmung die Ideen ausgewählt, die den jungen Menschen am wichtigsten waren.  Für die „Top 8“ wurden auch gleich konkrete Schritte überlegt, mit denen die Jugendlichen selbst loslegen könnten. Es ging um einen (kostenlosen) Bus zu den umliegenden Freibädern, die fehlende Bademöglichkeit vor Ort, eine Ferienjobbörse, Einkaufsmöglichkeiten vor Ort und einige Gestaltungswünsche für die Schule.

Bei den Klassen 5 bis 7 lief es etwas anders ab, aber auch hier stand am Ende eine Liste mit Projektideen.  Auch hier ging es viel um Gestaltung der Schule und Betätigungsmöglichkeiten in den Pausen, aber auch Freizeitaktivitäten, die man gut in den Jugendclubs ansiedeln kann.

An beiden Tagen standen am Ende hinter den Projektideen Namen von Schülerinnen und Schülern, die sich für die Umsetzung engagieren möchten. Mit diesen wird Jens Hartmann nach den Sommerferien weiter arbeiten.

Nebenbei entstand auch noch eine Liste mit Wünschen für neue Schul-AGs bzw. außerunterrichtliche Angebote. Auch hier trugen sich die Kinder und Jugendlichen in Listen ein. Am häufigsten gewünscht wurden:

  • Volleyball
  • „Zocken“ – Computer- und Konsolenspiele
  • Kickboxen
  • Kochen
  • Mädchenfußball und
  • Schwimmen

aber auch künstlerisches Gestalten, HipHop-Tanz und „DJ-ing“ stießen auf Interesse. Für diese Angebote werden nun Personen gesucht, die diese ehrenamtlich leiten könnten. Interessenten können sich bei Jugendkoordinator Jens Hartmann melden.

Am Freitag in den beiden Stunden vor der Zeugnisausgabe kamen dann noch einmal alle zusammen. Jens Hartmann fasste für den Bürgermeister und die Schulleiterin die Ergebnisse zusammen, die dazu auch Stellung nahmen und auf Fragen der Schülerinnen und Schüler eingingen. Einigen Ideen wurde dabei der Wind aus den Segeln genommen, z.B. wurde eine Ansiedlung der Drogerieketten in Treffurt bereits versucht. Es scheiterte aber daran, dass das Einzugsgebiet zu klein ist. Dafür will aber ein Einzelhändler sein Drogeriesortiment erweitern.

An anderer Stelle konnte der Bürgermeister dagegen Glänzen. Für den bemängelten Sturmschaden an einer Brücke in Falken liefe bereits die Ausschreibung; und auch die Fortführung des Radweges hinter Schnellmannshausen wird noch in diesem Jahr umgesetzt. Bei den übrigen Themen steht er den Projektgruppen natürlich auch zur Verfügung, wenn seine Hilfe benötigt wird.

Ergebnisprotokoll herunter laden.

Treffurter Schülerinnen und Schüler sammeln Projektideen

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